Geschichte der Kupferzeche Hüttau    
 Der Kupferabbau hat im Land Salzburg sehr alte  Tradition. Schon vor Erzeugung von Bronze
 aus den Bergen geholt. Im Mittelalter war der
 Kupferabbau im Hüttauer Raum am
 Igelsbach und in Gielach von
 großer wirtschaftlicher Bedeutung, genauso
 wie am Schwemmberg bei Radstadt,
 um St.Veit im Pongau.

Von unserer Zeche am Larzenbach nimmt man
an, dass sie schon im 13. Jh. betrieben wurde.
Die erste urkundliche Erwähnung ist datiert
mit 1549. Als Gewerke oder Bergwerksbesitzer
werden die Perner und die Feuersenger genannt.
Das repräsentative Gewerkenhaus aus der Zeit
von 1594 steht im Zentrum von Hüttau und
beherbergt heute unter anderem das
Gemeindeamt und einen Gasthof.


 Von 1540 - 1554 war Herzog Ernst von Bayern
 Landesfürst von Salzburg.
 Aus dieser Zeit stammen die Aufzeichnungen von
 Herrn Hannsen Goldseisen.
 Er war der "Pfennigmeister" des Landesfürsten und
 hatte auch die Lohnauszahlungen, die sogenannten
 Raitungen, in den Bergbaugebieten durchzuführen,
 in Hüttau ebenso wie in Rauris und Gastein.
 Von 1552 - 1554 sind genaue Gehaltstabellen und
 Rechnungen vorhanden.

Sehr detaillierte Reisekostenabrechnungen
von Goldseisens Reisen nach Hytta bzw.
Hüt(t)aw oder Hüetaw liegen vor, ebenso wie
genaue Listen der ca. 150 Lohnempfänger.

" 1552 - Hyerynen Hannsen Goldseysn
Rechnungen seynes Empfachens und ausgebens
der Reyse gen Hytta bedreffendt"
Hannsen Goldseisen legt Rechnungen (Empfang
und
Ausgaben) von seiner Reise nach Hüttau vor

 Am Ende des 17. aber vor allem im 18. Jh. ging
 die Förderung aller Erze aus der
 Bergbautätigkeit  stark zurück. 
 Von 1586 - 1612 war Erzbischof
 Wolf Dietrich von Raitenau in Salzburg an der
 Macht. Ab 1600 "privatisierte" er  die Bergbaue
 und die Gewerken mussten nun alleine für  die
 Wirtschaftlichkeit Sorge tragen. Hohe Steuern
 und immer geringere Kupferausbeute aus
 den ärmer werdenden Erzlagerstätten trieb
 viele in den Ruin und führte zur Schließung
 der meisten Gruben im 18. Jh.

Im Jahre 1853 lebte der Erzabbau am Larzenbach
kurzfristig  wieder auf, die Kupfergewerkschaft
"Larzenbach" wurde  gegründet und das
Grubenfeld "Barbara" in Angriff  genommen.
1869 musste der Bergbau, einerseits aus
finanziellen Gründen und andererseits wegen des
vermehrt auftretenden, schlecht verhüttbaren
Antimonfahlerzes, eingestellt werden. Außerdem
war das "neue" Kupferbergwerk in Mühlbach
am Hochkönig übermächtige Konkurrenz.
So verschwand dieser Bergbau, der dem Ort den
Namen gab im Dunkel der Geschichte.



 Von 1989 - 1997 wurde in Privatinitiative und  auf
 eigene Kosten oft unter sehr schwierigen
 Bedingungen der Bergbau von 6
 Mineraliensammlern unter der Leitung vom
 Bergmann Rainer Mrazek wiedergewältigt
 und schließlich für Besucher zugänglich
 gemacht.